Bayern ist ja bekanntlich die jüngste Demokratie Deutschlands. Dass es nach Jahrzehnten der CSU-Monarchie immer noch nicht ganz ankommt, dass der Staat seinem Bürger bitte offen gegenüber zu treten hat. Anders kann ich mir die Haltung der anderen Landtagsfraktionen zum Antrag der Grünen zu Kennzeichungsschildern für Polizisten nicht vorstellen. Wir realitätsfremd man dort ist, zeigt sich nicht nur daran, dass sich wohl keiner fragt, warum man sowas z.B. in Berlin einführt. Aber hey, Übergriffe durch die Polizei passieren vielleicht bei den Preußen, aber doch sicher nicht bei uns in Bayern. Darf ich mal zurück fragen: Was hat die Polizei denn zu befürchten wenn sie nichts zu verbergen hat?
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14 Kommentare
2011-09-28 um 1:42 nachmittags
Anonym
Ihr könnte doch nicht für Bürger eine anonyme Meinungsäußerung fordern und dann… Scherz.
Es gibt tatsächlich auch echte Gründe gegen Namensschilder. Was Sinn machen würde, wäre eine sichtbare Dienstnummer, die man im Zweifelsfall nachvollziehen kann.
Den Namen zu posten halte ich – zum Schutz der Polizisten – nicht für sinnvoll.
2011-09-28 um 1:42 nachmittags
Anonym
Die Kennzeichnungsschilder der Berliner Polizisten kenne ich nicht. Solange nicht der Name des Polizisten zu lesen ist, sollte so eine Kennzeichnung kein Problem sein.
2011-09-28 um 1:47 nachmittags
Andi
Das Berliner Modell gibt dem Polizisten explizit die Wahl zwischen Name oder Dienstnummer.
2011-09-28 um 1:53 nachmittags
Ulan
Es geht um eine Kennzeichnung, nicht um den echten Namen – wär doch toll, wenn die Polizei mit Nicknames auf den Demos auftreten würde
Wobei ich ernsthaft Synonyme wie Hans Meier oder Helga Musterfrau vorziehen würde, da es einfach menschlicher ist, wenn man Beamte mit einem Namen ansprechen könnte statt sie mit Nummern zu adressieren.
2011-09-28 um 1:54 nachmittags
Andi
Die Idee ist ja mal sowas von genial
2011-09-28 um 1:56 nachmittags
Klartext
Wer nichts zu verbergen hat……
Oh bitte. Vorsicht mit solchen Argumenten. Oder bist du auch für einen Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung und Videoüberwachung rund um die Uhr? Alles schöne Sachen, die genau mit diesem Argument an den Mann gebracht werden sollen
2011-09-28 um 2:13 nachmittags
Toby
Das hast ja wohl nichts mit dem “Überwachungszwang” unserer modernen Gesellschaft zu tun! Hier geht es darum das der Bürger ein Recht darauf hat sich zu wehren und wenn es soweit kommt einen greifbaren “Gegner” hat und nicht das das Synonym “Polizist” die Verfolgung unmöglich macht.
2011-09-28 um 2:05 nachmittags
Anonym
Nicknames wie; PrügelPaul, HandschellenHans oder die SchlagstockSteffie…
2011-09-28 um 2:11 nachmittags
fog
schwachsinn hoch fünf, meistens und dass zu 99 und noch mehr prozent regen sich doch leute über polizei auf die ein verbrechen begangen haben.
sollten doch die gekennzeichnet werden.
2011-09-28 um 2:14 nachmittags
Hans J Haase
Wie wär’s mit einem Schild a la facebook: Nickname und “Gefällt mir” Button oder zusätzlich der 2D-Barcode mit Dienststelle und Dienstnummer sowie dem Link zur WEB-Seite der Wache
2011-09-28 um 2:15 nachmittags
Alex
Dann dürfte sich die Polizei demnächst gar nichts mehr zu Schulden kommen lassen… wenn sich wirklich etwas extremes abspielt, dann lässt sich der Polizist auch über Beschreibungen finden. Ansonsten sollte es aber nicht zu einfach sein, weil wir sonst erst in einer klagewelle und dann in einem anarchiartigen zustand landen, weil die Polizei immer zurückzuckt…
2011-09-28 um 5:06 nachmittags
Burkhard
Also ich halte die Privatsphäre eines Polizisten für genauso verteidigenswert, wie die einer jeden anderen Privatperson. Ich halte es aber ebenso für notwendig, im Zweifelsfall einen Polizisten, der durch Helm o. ä. “vermummt” ist, identifizieren zu können. Die Lösung kann doch nur eine eindeutige Kennzeichnung (Nummer o. ä.) sein. Nicht aber der Name!
2011-09-28 um 8:53 nachmittags
Anonym
Ich denke Polizisten sollten zu ihrem eigenen Schutz nicht ihre Namen, aber auf jeden Fall eine Dienst nummer Tragen, sodass im Falle eines Fehlverhaltens seitens des Polizisten -falls nötig- ein Verfahren eingeleitet werden kann. Das würde dazu führen, dass die Polizisten ihre Taten stets verantworten müssen und sich nicht hinter der Anonymität ihrer Uniformen verstecken können, sich andererseits nicht vor Fanatischen Racheaktionen für die Ausübung ihres Berufes fürchten müssen.
2011-09-29 um 10:22 vormittags
Anonym
Ich denke, dass es für jeden möglich ist, der einem Polizisten unberechtigt an den Kragen will, den Namen rauszufinden. Schwieriger ist es, wenn man als Normalsbürger nie etwas mit der Polizei zu tun hat und dann von dieser ungerecht behandelt oder gar mißhandelt wird. Dann wäre auch eine Dienstnummer bei einer Anzeige nicht das Beste, denn der Staat hat eine ungewaltige Macht, Dinge so hinzustellen, dass die Polizei wieder gut dasteht oder gar diese Dinge unter den Tisch zu kehren. Somit wären Namenschilder gar nicht verkehrt, dann kann ich direkt im Gericht gegen Herrn sowieso klagen und nicht gegen Nummer 5.