“Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Leute Bunker und einige bauen Windmühlen.” (Chinesisches Sprichwort)
Die Debatte ums Urheberrecht kommt in den großen Mainstream-Medien an. Das ist zum einen ein Vorteil, denn wir können die Diskussion nicht immer nur in irgendwelchen selbst- und fremdernannten Expertenrunden führen, aber es ist auch ein Nachteil, denn die Qualität der öffentlichen Diskussion ist ziemlich durchwachsen.
Zum einen gibt es hier die konzertierten Kampagnen. Die Lobbys, welche seit Jahren an der Verschärfung des Urheberrechts gearbeitet haben sind gut organisiert und entsprechend ist es sicher alles andere als ein Zufall, dass die 51 Tatort-Autoren ihren offenen Brief kurz vor der Handelsblatt-Kampagne mit den 100 (oder besser eher 26) Kreativen schrieben.
Dazu kommen eine handvoll schlecht recherchierter Artikel, die alle nach dem selben Schema gestrickt sind. Man nehme sich ein Piratenaussage zum Urheberrecht, schmücke Sie mit eigenen Schlussfolgerungen möglichst bunt aus und greife dann die eigenen Schlussfolgerungen an. Ich kann wirklich nur jedem interessierten Menschen empfehlen, nicht auf die Darstellung der Piratenposition zum Urheberrecht in den Medien zu vertrauen, sondern sich selbst ein Bild zu machen (Die beiden »großen« offiziellen Positionen habe ich bereits auf meiner Wiki-Seite verlinkt, ich versuche bei Gelegenheit auch andere Aussagen zu sammeln).
Die Debatte gewinnt aber auch noch einen ganz anderen Aspekt. Viele Argumente, die gegen die Urheberrechtsposition der Piratenpartei aufgefahren werden, sind Argumente gegen das Filesharing urheberrechtlich geschützter Werke an sich. Das ist nicht verwunderlich. Seit Jahren wettern Lobbyisten, Konzerne und Einzelpersonen gegen »Gratiskultur« und »Diebstahl geistigen Eigentums« im Netz, hatten aber immer nur eine diffuse Masse vor sich, die meist einfach mit »Generation Kostenlos« oder ähnlichen Schlagwörtern beschrieben wurde. Jetzt, wo die Piratenpartei hier in der öffentlichen Debatte Position bezieht, wird sie zum Stellvertreter der ganzen Filesharing-Bewegung.
So einfach dieser Schluss ist, so falsch ist er. Die Piratenpartei hat das Filesharing nicht erfunden. Es ist ein technisches und soziales Phänomen, das lange vor der Piratenpartei da war und es wird selbst dann noch da sein, wenn die Piratenpartei ähnlich der FDP wieder im Umfragetief verschwinden sollte. Es ist also sinnlos die Piratenpartei anzugreifen, wenn man Filesharing bekämpfen will.
Was die Piratenpartei ausmacht ist nicht die vermeintliche Erfindung des Filesharing-Phänomens, sondern der politische Umgang damit. Wir haben uns organisiert, weil wir dagegen sind, dass das Urheberrecht durchgesetzt wird, indem man den privaten Datenverkehr der Bürger bespitzelt oder das freie Netz zensiert. Denn Filesharing ist nun mal da und es gibt im wesentlichen vier Wege damit umzugehen.
1. Der »schwarze« Weg
Filesharing wird als unerwünscht angesehen und seiner Bekämpfung eine hohe Priorität zugesprochen. Dabei wird akzeptiert oder gar gewünscht, dass tiefe Einschnitte in die Freiheitsrechte des einzelnen oder die freie Infrastruktur des Netzes von Nöten sind um dieses Ziel zu erreichen.
2. Der »gelbe« Weg
Filesharing wird als unerwünscht angesehen, aber Freiheitseinschränkungen oder Einschränkungen in der freien Infrastruktur des Netzes werden ebenfalls nicht akzeptiert. Die Position bleibt ambivalent.
3. Der »grüne« Weg
Filesharing wird als unerwünscht angesehen, aber Freiheitseinschränkungen oder Einschränkungen in der freien Infrastruktur des Netzes werden ebenfalls nicht akzeptiert. Es wird über staatliche regulierte Kanäle eine Zwangsabgabe erhoben, die einen Ausgleich für die vermeintlich geschädigten Schaffen soll (Leermedienabgabe, Content-GEZ (vulgo: Kulturflatrate), Geräteabgabe,…).
4. Der »orange« Weg
Freiheitseinschränkungen oder Einschränkungen in der freien Infrastruktur des Netzes zur Bekämpfung des Filesharings werden nicht akzeptiert. Stattdessen wird der Sinn der bisherigen gesetzlichen Regelung zum Urheberrecht hinterfragt. Filesharing wird im Schluss als etwas positives angesehen, sowohl für die Nutzer als auch für die Urheber.
Diese Liste ist verkürzt und sicher nicht erschöpfend, aber sie stellt die bisherige politische Debatte grob dar. Und hier ist der Punkt, an dem jeder der gegen die Piratenpartei spricht Farbe bekennen muss. Wenn ihr für ein Verbot von Filesharing seid, wie gedenkt ihr das durchzusetzen? Denn eins muss euch klar sein: Die Piratenpartei anzugreifen mag leicht sein, aber es löst das Problem nicht.


20 Kommentare
2012-04-10 um 3:08 nachmittags
Dawid Heftman
Es wird immer Menschen geben die Erfindungen die einen guten Zweck dienen sollten missbrauchen werden. Auf einen Daten-Fluss können ebenso gefährliche Inhalte transportiert werden aber auch nützliche Sachen. Kein Filesharing- Anbieter kann die Datenflut kontrollieren, es ist einfach unmöglich, und da docken die Urheberrechtler an. “Kannst du es nicht kontrollieren, machen wir dich platt”.
Es ist gar unmöglich hier einen guten Mittler zu finden, weil im Grunde jeder Recht hat. Die Urheber wollen nicht, dass deren Werke kostenlos veröffentlicht werden und die Menschen „User“ wollen die Freiheit diese Dienste dennoch nutzen zu können.
Das Internet ist nur ein “Weg” ob ich die Daten bequem von Zuhause übertrage über das Internet, oder diese auf eine DVD kopiere und jemanden per Post schicke oder hinbringe ist kein Unterschied. Wenn es danach geht müssten wir ja auch den „Post Weg“ als Mittler abmahnen, da sie ja Urheberrechtlich geschütztes Material transportieren könnte!. Die Post wird dennoch nicht dazu aufgefordert jedes Packet aufzumachen und nach dem Rechten zu sehen.
Und jetzt kommt die Lösung.
„Wenn wir jedes Konto einen Menschen zuordnen würden, sei es „Beispielsweise“ durch die Überprüfung durch die Schufa („ich mag sie auch nicht“) oder das Postident Verfahren der Post. Würde die Hemmschwelle sinken Urheberrechtlich geschützte Inhalte zu teilen, weil es nachvollziehbar wäre mit welchen Konto ein User seine Dateien geteilt hat und könnte diesen zur Rede stellen und haftbar machen. Solang diese Diente Anonym bleiben, wird es diese Problematik geben.
2012-04-10 um 3:16 nachmittags
SebastianJu
Wie soll das denn gehen? Wenn man sich beim Filesharing anmelden müsste dann würde man diesen Filesharingdienst nicht nutzen. Oder nur Deppen die von nix Ahnung haben. Alle anderen würden auf andere Filesharingdienste ausweichen. Womöglich verschlüsselt und anonymisiert.
Gäbe es ein Filesharing mit Konto würde man einfach was anderes nehmen.
2012-04-10 um 3:47 nachmittags
Dawid Heftman
Und da liegt der Hund begraben! Anonyme Dienste laden nahezu dazu ein “Urheber Rechtsverletzungen zu betreiben” weil Sie nun mal Anonym sind. Wenn Du ein 100 Euro Schein auf der Straße verlierst, und ich sehe das. “Hebe ihn später auf und behalte ihn” Du kriegst es natürlich mit. Wie willst du irgend jemanden beweisen, dass es Deiner ist? Der Schein ist ja weder deiner Person zugeordnet noch irgend jemand Anderen. Es geht einfach nicht!
Und so verhält es sich mit den Sharing Diensten. Du lädst etwas Anonym hoch, kriegst deinen Link, gibst ihn weiter und alle saugen was das Zeug hält. Keiner macht sich Gedanken, dass der Künstler oder Videoproduzent Geld verliert. Da es ja Anonym ist, ist natürlich als Erster der File Sharing Dienst im Visier. Es steht ja auch nirgends das es verboten ist. Selbst eine Oma mit 80 Jahren könnte aus verstehen auf dieser Seite landen und ein Download auslösen. Soll die Oma dann etwa im Knast? Es hat Sie ja keiner gewarnt.
Klar werden die Leute sich neue Wege suchen, doch Personalisierung ist aus meiner Sicht “Vielleicht irre ich mich da” der einzige Weg. Und sollte mal ein Link übertragen werden http://wasweissich.sicher/id342323423423467234 könnte man diesen einer Person zuordnen, da diese Links ja öffentlich bereitgestellt werden, könnte ja eh jeder nachvollziehen was drin ist und gegen vorgehen. Und Leute die Sicherheitsrelevante Daten übertragen, verschlüsseln eh Ihre Dateien.
2012-04-10 um 3:52 nachmittags
Andi
Das Ding mit der Deanonymisierung von Internetnutzern ist eben genauso so eine “schwarze” Forderung
2012-04-10 um 7:17 nachmittags
SebastianJu
Was ich sagen will ist dass es keine Personalisierung geben kann. Das ist eine Illusion. Klappt nicht. Sie könnte immer nur einen kleinen Teilbereich abdecken. Aber dann nutzt man den halt nicht.
Von daher ist das einfach nicht umsetzbar.
Das nächste ist ja der Glauben vieler Künstler dass sie so viel Geld im Internet verlieren. Da sind viele einer Illusion erlegen.
Youtube zB verdient in etwa 0,0024Euro pro gezeigtem Video. Ist es ein Video eines Künstlers der eine Partnerschaft mit Google eingegangen ist bekommt der Künstler 50%, das wären 0,0012Euro, was zufällig auch genau der selbe Wert ist den ein Künstler für ein gestreamtes Lied bei spotify bekommt. Die Ursache ist einfach. Wer ein Video schauen will will keine Werbung klicken. Dementsprechend sind die Werbeeinnahmen bei solchen Seiten gering.
Forderungen die Künstler im Centbereich pro gezeigtem Video zu bezahlen sind einfach illusorisch. Es gibt zwar Prerolls, das sind die Videos am Anfang, die werden höher bezahlt aber die sind ziemlich selten und werden das nicht rausreißen.
Dann heißt es auch immer die Künstler verlieren pro Download eine verkaufte CD oder Song. Ist auch Unsinn. Man kann im Plattenladen auch CDs vorher anhören ohne dass der Künstler dafür bezahlt wird. Und mehr ist das in den meisten Fällen auch nicht. Die Leute wollen mal reinhören und sich anschauen was das für Musik ist. Die würden das nicht tun wenn sie dafür bezahlen müssten. Was bedeutet der Künstler würde womöglich nicht bekannt weil er erfolgreich von seiner Klientel abgeblockt wird. Sowas ist einfach nur als Werbung tauglich. Und echte Fans kaufen sich danach auch CDs oder gehen auf Konzerte.
Womit man beim dritten Irrtum wäre. Heruntergelandene Songs sind in den meisten Fällen kein verlorenes Geld für den Künstler weil es sich viele einfach nicht leisten können eine CD zu kaufen. Oder der Künstler ist nicht gut genug als dass man dafür so viel zahlen will. Und das bedeutet wiederum dass kein Geld verlorenging weil es auch ohne Download nie gezahlt worden wäre.
Dagegen stehen diejenigen Leute die es sich leisten können. Wenn sie Musik gut finden kaufen sie auch. Die denken gar nicht daran sich eine schlechte Kopie zu brennen und da ein cover für auszudrucken.
Das Internet ist einfach ein großer kostenloser Werberaum für Künstler. Und die Künstler müssen darauf anspringen. Wenn sie das nicht tun werden sie nur gegen etwas kämpfen gegen das sie nicht gewinnen können.
Natürlich sollten sie einen Anteil bekommen wenn jemand mit ihrer Musik Gewinn macht. Die 50% finde ich dabei recht fair. Sowas wie Kim Schmitz gemacht hat finde ich auch nicht in Ordnung. Da hätte er teilen müssen.
2012-04-20 um 8:00 vormittags
Mat11001
Das wäre dann die Variante “Personalausweispflicht für Uploader”, die ja bereits das OLG Hamburg im Fall RapidShare vorgeschlagen hat (und über die der Bundesgerichtshof in einem zweiten Revisionsverfahren gegen RapidShare entscheiden wird).
Alternativ dazu könnte man Sharehoster und Usenet-Anbieter auch dazu verpflichten die IP-Adressen der Downloader zu protokollieren, damit diese so wie in den P2P-Tauschbörsen belangt werden können. Das ist schließlich einer der Hauptgründe für die Beliebtheit dieser Dienste und einige Usenet-Anbieter werben daher auch ganz offen mit “100% anonyme Downloads” ect.
Allerdings ist eine solche Protokollierung genauso wie die “Personalausweispflicht” wiederum problematisch hinsichtlich der Abgrenzung gegenüber anderen Internetseiten. Denn irgendwann ist dann unter Umständen davon jeder Dienst und jede Seite betroffen…
2012-04-20 um 5:21 nachmittags
SebastianJu
Ich muss es noch einmal wiederholen. Selbst wenn das beschlossen wird wird es nichts bringen. Damit könnte man höchstens Services erreichen die in Deutschland Server stehen haben. Dann wird halt niemand mehr illegale Sachen auf Rapidshare hochladen sondern auf einen anderen Dienst dessen Server auf Tonga oder sonstwo stehen. Und da bringt es überhaupt nichts wenn irgendwelche deutschen Richter glauben von Deutschland aus das Internet kontrollieren zu können.
Vermutlich heißt es dann, ja dann müssen wir halt die Server blockieren, nach Art der virtuellen chinesischen Mauer, aber auch dann ist es wiederum kein Problem. Dann mietet man sich für $5 pro Monat einen VPN oder für $2.5 einen Proxy aus dem Ausland und schon hat man alles wieder da. Wenn man Zeit hat gehts sogar kostenlos.
Es sind einfach Wunschträume das Internet zu kontrollieren. Oder Illusionen.
2012-04-10 um 3:19 nachmittags
happylakers
Wenn das Angebot besser wird, wird auch die Nachfrage nach Filesharing sinken. Dienste wie Simfy, Spotify… gewinnen immer mehr Mitglieder. Auch bei den iTunes Downloads meine ich hat sich das im Vergleich der letzten Jahre gebessert.
Das Video-on-Demond Angebot ist noch viel zu schwach, als das es eine wirkliche Alternative darstellt. Bin bei Lovefilm, dort gibt es 400? VOD Filme. Von diesen sind ca. 20 gut.
Langfristig wird es nur über die Versbesserung des Angebotes laufen.
Selbst wenn man alle Filehoster und Torrents schließen könnte, die Leute würden wieder in die Videothek gehen und sich Filme leihen + brennen oder ein neues Modell ist wieder da.
Leider sind viele viel zu Blind und sehen nur die bösen “Raubkopierer”…
Aufklärung Fehlanzeige!
Schöner Kommentar
2012-04-10 um 4:18 nachmittags
Dawid Heftman
Das Angebot ist überall genügend. Doch die Preise und Zahlungsmodalitäten eher zu komplex und abschreckend auch wenn viele Anbieter mit besten Beispiel vorangehen. Ein großes Problem steckt auch in den Kinofilmen, weil diese primär nur im Kino ausgestrahlt werden. Klar sollte ein „Kino Film“ im Kino ausgestrahlt werden. Doch die Technologie hat sich inzwischen so entwickelt, dass viele ihr privates Kino Zuhause haben und ein Film lieber zuhause mit guten Freunden anschauen, wo es viel gemütlicher ist.
Wieso sollen die Menschen keine Wahl haben selbst zu entscheiden ob Sie den Film im Kino sehen oder als Stream Zuhause mit Freunden? Da herrscht noch ein großes Manko. Viele können auch aus Gesundheitlichen Problemen nicht ins Kino, oder weil Sie es netter zuhause finden oder einfach nicht wollen.
Weiter kommt ein großer psychologischer Aspekt welcher ebenso nicht bedacht wird. Wenn wir etwas kaufen, erwarten wir regulär etwas dafür. „Kaufprinzip“ Waren gegen Papiergeld als Beispiel. Aber die wenigsten können sich mit den Gedanken anfreunden ,dass die Ware wieder zurückgeht an den Verkäufer was das Thema Streaming angeht.
Lovefilm liefert den Film aus und ich darf ihn mir anschauen , doch er verliert seine Gültigkeit nach festgelegten oder bezahlten Zeitraum. Unzählige Blogs mit Themen wie „Video Stream Ripper“ ect. Füllen Blogs wie man T-Home Entertain Filme auf DVD kriegt u.s.w
Ganz viele Menschen haben damit ein Problem für eine vorrübergehende Leistung etwas zu bezahlen (Streaming) gerade wenn es um Videofilme geht. Wir sind und waren Jäger und Sammler. Ob es eine MP3 Sammlung ist oder Video Blockbaster wenn wir etwas bezahlt haben wollen wir es behalten, und wenn wir es nicht können, werden einfach Wege gesucht, diese dennoch als DVD oder Blueray RIP irgendwo runterzuladen.
Hier würde einfach helfen „Preise senken um es für jeden greifbar zu gestalten“ und es marketingtechnisch so gestalten das die Filme dauerhaft auf der Festplatte verbleiben dürfen wie eine Sammlung, und vielleicht bei Abruf erst abgerechnet werden oder halt nach anderen Verfahren, der Markt und die Technologien sind noch lange nicht ausgereift.
Am Anfang stand der Profit im Vordergrund und jetzt zerdeppern sich alle die Köpfe wie man dieses Problem in den Griff bekommt und erst jetzt wird krampfhaft versucht dagegen vorzugehen auch wenn dabei in die Freiheit der Menschen stark eingegriffen wird.
Happylakers du hast natürlich recht mit deiner Videothek Alternative, doch zumindest würde etwas Geld in die Kassen fließen
So verpufft das Geld nur. Aufklährung kostet Geld was keiner ausgeben will…
2012-04-10 um 3:36 nachmittags
Armin
Da steht überall was nicht geht, wem man nicht vertrauen soll, was die anderen gut finden, aber die Vorstellung der Piraten bleibt unklar.
Ich hatte das schon an anderer Stelle bemängelt, dass die von den Piraten gewünschte Urheberrechtsveränderung nicht gut transportiert, nicht gut kommuniziert wird, nicht mit plastischen Bespielen untermalt, für den Normalbürger nicht zu verstehen ist.
“Blafasel” finde ich treffend. Ich will wissen wieso nutzt mir als User Eure Vorstellung vom Urheberrecht mehr als die der anderen Parteien. Wieso ist Euer Weg für mich auch als Kreativer viel besser als der bisherige und weshalb muss ich nicht verhungern. Und geht davon aus das ich blöd bin wie Bohnenstroh. Ihr müsst mir das günstigsten falls mit bunten Beispielen darstellen und vorrechnen, damit ich das auch verstehe!!!!!
Sender Empfänger Modell. Sprache frag MaHa! Nein, jetzt nicht mir hier, sondern generell, in den Artikeln, Pressemitteilungen und öffentlichen Äußerungen. Mal so als Tipp …
2012-04-10 um 4:23 nachmittags
Dawid Heftman
Mann kann die Sprachliche Inkompatibilität nicht schön reden. Doch die Piraten haben jetzt eine einmalige Chance bekommen es besser zu machen, und das bedarf einer Vorbereitungszeit. Wahrscheinlich war die Erste Version zu diesen Thema eher für die Schlipps Träger aus dem Bundestag gedacht das die das Verstehen und nicht für die einfachen Bürger.
Und was die verständliche Konversation angeht, gebe ich dir vollkommen Recht. Es muss alles so aufgefasst und ausgesprochen werden das es jeder versteht.
Ich hätte da so eine Idee „ Die Sendung mit der Maus „
2012-04-10 um 4:43 nachmittags
Anonym
Wo ist denn nun die Veranschaulichung? Ich suche vergebens nach dieser Erklärung ;(
2012-04-10 um 4:11 nachmittags
Andreas Simon
Warum muss denn mit der Forderung nach einer Neutralität von Transport- und Kommunikationsstrukturen im Internet immer gleich mit einer organgefarbenen Forderung nach umfassender Reform des Urheberrechts verbunden werden. Verkauf und Nutzung von Rucksäcken sind doch auch nicht sanktioniert, obwohl sich damit prima Diebesgut transportieren lässt. Trotzdem kommt aber niemand auf die Idee, angesichts der weit verbreiteten Rucksäcke eine Reform des BGB zu fordern, mit der Ladenbesitzer gezwungen werden, ihre Vertriebsmodelle so zu reformieren, dass sich der Kunde dank seiner pauschalen Rucksackabgabe künftig im Regal bedienen kann, ohne an der Kasse zahlen zu müssen. Ich bin absolut damit einverstanden, dass Besitz und Nutzung von Rucksäcken nicht kriminalisiert werden sollte, habe sehr viel Verständnis dafür, dass andere ihr verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Eigentum nicht beschnitten sehen möchten. Lässt sich das denn nicht unter einen Hut bringen?
2012-04-10 um 4:25 nachmittags
Dawid Heftman
“Das Internet ist nur ein “Weg” ob ich die Daten bequem von Zuhause übertrage über das Internet, oder diese auf eine DVD kopiere und jemanden per Post schicke oder hinbringe ist kein Unterschied. Wenn es danach geht müssten wir ja auch den „Post Weg“ als Mittler abmahnen, da sie ja Urheberrechtlich geschütztes Material transportieren könnte!. Die Post wird dennoch nicht dazu aufgefordert jedes Packet aufzumachen und nach dem Rechten zu sehen.”
Exakt…
2012-04-10 um 4:42 nachmittags
Andi
Es lässt sich unter einen Hut bringen, durch die gelbe oder grüne Variante.
Aber im ernst, um bei deiner Metapher zu bleiben: Es geht ja nicht nur darum Rucksäcke zu kriminalisieren. Es geht eben darum, dass der Staat dir jederzeit und überall in deinen Rucksack reinschauen kann.
Du kannst natürlich sagen: Ja, ich bin für das aktuelle Urheberrecht, aber seine Durchsetzung mittels Zensur und Überwachung finde ich Mist. Dann bist du halt in der gelben Variante. Da ist ja nichts verwerfliches dran.
2012-04-18 um 2:59 vormittags
Mat11001
“Ja, ich bin für das aktuelle Urheberrecht, aber seine Durchsetzung mittels Zensur und Überwachung finde ich Mist. Dann bist du halt in der gelben Variante. Da ist ja nichts verwerfliches dran.”
Nur das “die gelben” nicht erklären können wie das ansonsten funktionieren soll.
Daher bleibt Röslers geforderte “kluge Regulierung” für das Internet auch weiterhin nebulös…
Ach ja, “der grüne Weg” müsste eigentlich “der lila-grüne Weg” heißen, da die LINKE ebenfalls für die Kulturflatrate/Kulturwertmark ist.
2012-04-18 um 4:04 vormittags
Mat11001
Vielleicht spielen CDU und FDP hier aber auch nur ein bisschen “Good Cop – Bad Cop”.
Schließlich ist auch im aktuellen “QuickfreezePlus”-Entwurf der FDP vorgesehen, dass die privaten Ermittler der Medienindustrie zugriff auf die VDS-Daten bekommen…
2012-04-10 um 6:06 nachmittags
Ian Lion
Die Sendung mit der Maus, ich klopf mir so auf die Schenkel. Das könnt ihr hinterher machen. Vorher: Schaubildchen, Rechnungen, Diagramme, Informationen, Ansichten, Probleme, Ansätze, Schlußfolgerungen, Ideen und Lösungen (statt Losungen)
2012-04-11 um 2:06 vormittags
hinterwald
Einfache Antwort auf “Wer hat’s erfunden?”: Die Deadheads. Die betreiben schon seit den 70ern “Filesharing”, allerdings waren die “Files” noch analog und auf Kassetten
2012-04-17 um 8:48 nachmittags
Intermezzo (347) « Blue Archive
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