Da hat Zensursula wohl einige beflügelt. Denn jetzt wollen auch die Jugendschützer zum Stoppschild greifen. Natürlich setzt man zuerst auf eine freiwillige Lösung mit den Providern, so wie es Zensursula vorgemacht hat. Wobei jetzt natürlich die Sperrinfrastruktur steht und aus der „freiwilligen“ Lösung schnell ein „Spring von der Brücke oder ich schubbs dich runter“ wird.

Was wird das eigentlich wieder für eine Schnappsidee, aus Jugendschutzgründen Erwachsene drangsalieren zu wollen. Die Gamer unter euch kennen diese Bevormundung sicherlich schon, will man doch schon immer für das Wohl der Jugend Egoshooter verbieten. Ganz verbieten, auch für Erwachsene. Aber nun werden uns Erwachsenen auch noch gleich Webseiten verboten.

Das schlimme ist, dass natürlich auch das indirekt auf dem Mist des Zugangserschwernisgesetzes gewachsen. Die KJM hat die Befugnisse für Netzsperren nämlich schon längst gehabt, natürlich ohne Gesetz. Das allein ist ja schon beängstigend genug. Bisher allerdings hat sie keinen Gebrauch davon gemacht.

Bisher hat sie keine Sperrverfügung ausgesprochen und ließ sich in einem ausführlichen rechtlichen und technischen Gutachten die praktischen Probleme bescheinigen, doch nun will sie offenbar zu einer schärferen Gangart übergehen.

Die KJM hatte bisher also ein Einsehen mit den Providern und dem Grundgesetz. Aber da es ja nun bei der „Kinderpornographie“ auch klappt, warum sollte die KJM nun einen Rückzieher machen? Die Büchse der Pandora speit weiter ihre Boshaftigkeiten aus.