Auch ein sehr lesenswerter Artikel heute in der taz: Doppeltes Spiel der CSU. Es geht darin darum, wie die CSU, trotz anders lautender Beteuerungen, sehr wohl ein Wahlkampfthema aus dem S-Bahn-Mord macht. Die Forderungen sind hier an dieser Stelle alt bekannte: Härtere Strafen, kein Jugenstrafrecht für Heranwachsende, mehr Videoüberwachung und wer hätte das gedacht, Killerspiele verbieten.

Das jetzt wieder gebetsmühlenartig die Videoüberwachung herausgekramt wird, ist ja nichts neues. Ein Artikel auf Spiegel Online schildert gut, dass dies überhaupt nichts bringt. Sein wir mal ganz ehrlich, was bringt es diesem Menschen jetzt auf den Grabstein schreiben zu können: „Aber das Geschehen wurde auf Video festgehalten“?

Man muss also schon viel weiter vorne ansetzen und da hat CSU-Chef Seehofer schon selbst die Lösung parat: „Killerspiele“ sind schuld! Das wird jetzt wohl bei jeder Gewalttat von Jugendlichen immer gebracht, selbst wenn die nicht mal mit Waffen ausgeübt wird. Hier will ich Herrn Seehofer sagen hören, welches Spiel jetzt schuld sein soll. Counterstrike passt hier ja nicht wirklich, vielleicht gelangt ja diesese Mal ein Beat’em-up zu unfreiwilligem Rum. Ich kann hier über die CSU nur den Kopf schütteln.