Das mit der Kommunikation im Netz ist ja so eine Sache. Da hat die geschätzte Bayerische Staatsministerin für Justiz sich bei der Frage der Steuer-CD explizit dafür ausgesprochen, dass man Daten nicht stehlen kann und erntete dafür prompt Lob von den bayerischen Piraten. Frau Merk distanzierte sich jetzt prompt davon, sich jemals „für eine sanktionslose Raubkopiererei“ eingesetzt zu haben.

Liebe Frau Merk. Ich glaube ich spreche hier jetzt auch im Namen meiner bayerischen Mitpiraten, wenn ich sage: Kein Angst, wir haben nie ernsthaft geglaubt, dass eine Staatsministerin im Dienst unserer bayerischen Filzpartei auch nur den Hauch einer Ahnung hat wenn sie den Begriff „Daten“ in den Mund nimmt. Es ging nur darum Ihnen aufzuzeigen, dass man nicht von „Raubkopieren“ sprechen kann (in zweifacher Hinsicht nicht) zumindest nicht, wenn man glaubt verstanden zu haben, dass man Daten nicht stehlen kann.

Aber jetzt will ich nochmal den Bogen zu meinem Eingangssatz spannen: Das mit der Kommunikation im Netz ist ja so eine Sache. Da wird ja nur rein verbal kommuniziert, nur mit Worten ohne Tonfall, ohne Mimik und ohne Gestik. Da kann man Ironie schon mal für bare Münze nehmen und die versteckte Provokation schon mal übersehen, auch wenn der Eisberg gerade mit auf einer Sandbank steht. Deshalb hier von mir an dieser Stelle ein „<Ironie>“ für Frau Merk. Wenn Sie jetzt die PM der bayerischen Piraten nochmal lesen und dass mit ihrer eigenen vergleichen, fällt Ihnen vielleicht auf, warum ihre Argumentation nur so vor Inkonsistenz strotzt.