Dass mit dem Alter nicht automatish die Weisheit kommt, ist kein Geheimnis. Statt dessen kommen eher Gebrechen, Krankheit und Mid-Life-Crisis. So zumindest sieht es aus, wenn man einen Blogeintrag von Klaus Kocks liest. Wie es sich für eine schöne Glosse gehört, fängt er mit etwas völlig belanglosem an – dem Altern – und kommt auf sein eigentliches Ziel zu sprechen – die Piratenpartei. Nun freut es mich ja immer, wenn man sich mit uns auseinandersetzt, auch kritisch. Aber das was Herr Kocks da vor sich herschiebt, verdient die Bezeichnung Klischee schon gar nicht mehr.

Ich fühle mich ehrlich gesagt in die frühe Zeit des Anime versetzt, als es wahlweise hieß, das sei doch nur Kinderkram oder perverser Schund, wenn man den Leute erzählte man sei Anhänger der genannten japanischen Zeichentrickfilme. Man konnte noch so sehr Meisterwerke wie Evangelion, Prinzessin Mononoke, Grave of the Fireflies oder Millenium Actress aufzählen, der Gegenüber war in seiner Schublade so festgefahren, dass er sich der Realität vollkommen verschloss.

So geht es auch Herrn Kocks, der mit schillerndem Eifer erzählt, die PIRATEN seien das Sinnbild des Netzkommunismus. Sachargumente für eine Reform des Urheberrechts stoßen bei ihm anscheinend genauso auf taube Ohren, wie der Sturzbach von Gründen der gegen Netzsperren spricht. Ich versichere Ihnen Herr Kocks: Wenn Sie mein Fahrrad klauen, bekommen Sie ernsten Ärger mit mir. Wenn Sie auch wissen wollen wieso, finden Sie vielleicht hier oder hier ein paar Antworten.

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