Ich kann es nicht oft genug betonen, dass jeder, der einen geliebten Menschen durch eine Gewalttat verloren hat, sich meines vollsten Mitgefühls sicher sein kann. Aber wie sich das sog. „Amokbündnis Winnenden“ immer wieder verhält, geht für mich, so leid es mir tut, einfach auf keine Kuhhaut mehr. Da wird massiv gegen Computerspiele gewettert und die Gamer fühlen sich beleidigt. Natürlich. Und was ist die Reaktion?

Das Aktionsbündnis habe sich nie für ein generelles Verbot von Computerspielen starkgemacht, lediglich gegen die realitätsnahe Simulation der Tötung von Menschen. Das virtuelle Abschlachten von Menschen  oder Trainingsmethoden, die auch von US-Militär zur Herabsetzung der Hemmschwelle eingesetzt würden, hätten nichts mit dem Begriff Spiel zu tun.

Das ist jenseits jedweder sachlichen Debatte und für mich einfach nur noch verabscheuungswürdig. Ich weiß nicht ob der VDVC sein Gesprächsangebot aufrecht erhalten will, aber für mich ist bei dieser Organisation Hopfen und Malz verloren. Zum Glück sind wir, die wir uns über sie aufregen, auch die einzigen, die sie überhaupt ernst nehmen.