Seit #cablegate stehen Julian Assange und Wikileaks nun bei der US-Regierung endgültig auf der Abschussliste. Dabei beunruhigt mich nicht mal, dass nun zwei Schwedinnen auftauchen, die Assange wegen Sex ohne Gummi wegen Vergewaltigung angezeigt haben. Viel mehr sind die Umstände um #cablegate ziemlich beunruhigend. Amazon zwickt Wikileaks den Server, die Domain wikileaks.org fliegt gleich hinterher, Paypal stellt den Transfer von Zahlungen an Wikileaks ein und auch Assanges persönliche Konten und Kreditkarten scheinen plötzlich nicht mehr zu funktionieren.

Das Ergebnis zeigt ganz schnell wohin die Reise geht, wenn man bestimmte Unternehmen und Institutionen – und seien es Regierungen – zuviel Kontrolle über essentielle Funktionen gebieten lässt. Ich frage mich wie viele der Maßnahmen, die Wikileaks treffen, vor einer gefühlten Ewigkeit mal gegen Terroristen und Co erlassen wurden. Ich will keinen der Teile genau betrachten. Ob nun Paypal, Amazon oder die Schweizer Banken hier nun das schlimmste Übel sind, darf jeder selber entscheiden.

Fakt ist, dass die Art und Weise mit der hier gegen Wikileaks vorgegangen wird, in meinen Augen ziemlich erschreckend ist. Und das wo sich doch alle beschweren, dass sie nicht mal gegen Kinderpornographie vorgehen können. Tedenz bei Zahlungsdiensten und ähnlichem sollte also eine mögliche Dezentralisierung sein oder wie Tim Weber vorhin getwittert hat

Wir brauchen wohl Peer-to-Peer-Zahlungsmittel. Wir brauchen generell alles langsam in Peer-to-Peer.

PS: Achja – Free Julian Assange!