Nachdem ich von Fragen, ob ich erneut für den Bundesvorstand kandidieren will, überhäuft werde, wird es wohl Zeit Farbe zu bekennen. Ich werde in Heidenheim nicht wieder für den Bundesvorstand kandidieren. Die Gründe dafür möchte ich gerne kurz erläutern.

Ich mache nun seit ca. 3 Jahren Vorstandsarbeit in der Piratenpartei. Ich mache es gerne, weil ich hinter den Zielen dieser Partei stehe. Ich bin Gamer, Digital Resident und Copyfighter und es gibt keine andere Partei, die meine Themen mit Herzblut vertritt. Allerdings können Vorstandstätigkeiten ziemlich anstrengend und zeitaufwendig sein und ich stellte mir die letzten Wochen die Frage, wie viele Ressourcen ich derzeit in einen Vorstandsposten investieren kann.

Ich stellte dabei fest, dass die eine oder andere Sache in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben ist, unter anderem viele alte Freundschaften und die Dissertation. Dabei ist es gar nicht mal so sehr die Zeit die fehlt, es ist einfach die Aufmerksamkeit. Wenn man sich auf eine Sache konzentriert, dann bleibt im Kopf nicht viel Platz für etwas anderes. Hier gibt es auf jeden Fall einiges an Nachholbedarf, weswegen ich mich dazu entschlossen habe, zumindest dieses Jahr nicht zu kandidieren.

Ich gehe der Piratenpartei natürlich nicht verloren. Ich werde die Politik, hinter der ich stehe, immer noch offen vertreten, aber ich will dies fürs erste in einer Form machen, bei der ich mir meine Zeit freier einteilen kann und es nichts ausmacht, wenn ich meine Mails mal zehn Tage nicht lese.

In ein oder zwei Jahren sieht die Sache vielleicht schon wieder ganz anders aus, aber fürs erste brauch ich mal wieder etwas mehr Zeit für mich selbst. Ich wünsche jetzt schon mal dem nächsten Bundesvorstand viel Erfolg und hoffe darauf, dass es diesem gelingt der Partei die richtigen Impulse zu geben, um gut durch die schwierige Talsohle zwischen zwei Bundestagswahlen zu kommen. Klarmachen zum Ändern!