Da hat das Bundesverfassungsgericht ja mal wieder einen ziemlichen Dämpfer ausgeteilt. Die Sicherungsverwahrung wurde kassiert. Und zwar nicht wie man meinen könnte die nachträgliche Anordnung selbiger, sondern das ganze Ding. Die Frage ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, vor allem wenn die Alternative irgendwie nur aus Fußfesseln und Netzpranger besteht. Die Diskussion hat aber bisher unter den Bloglesern hier schon genau das rausgestellt, was das Verfassungsgericht nun auch motiviert hat: Der Unterschied zu einer Strafhaft ist nicht wirklich gegeben. Das heißt aber auch, wir dürfen uns wohl auf eine Neuauflage der Sicherungsverwahrung einstellen. Eine bessere Idee habe ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Auf jeden Fall muss das ganze Ding jetzt zurück ans Reißbrett. Wie es im Endeffekt aussieht, das weiß jetzt halt noch keiner. Da kommen ein paar spannende Diskussionen in einer komplizierten Frage auf uns zu.