Anmerkung: Als erster Entwurf ist dieser Tätigkeitsbericht nicht korrigiert. Aus Zeitgründen möchte ich ihn allerdings bereits jetzt zur Verfügung stellen. 

Wie immer ist dieser Arbeitsbericht nicht erschöpfend, soll aber die wichtigsten Punkte meiner Arbeit aufzeigen.

Politische Tätigkeit

Meine Hauptaufgabe als Stellvertretender Vorsitzender war die Repräsentation der Partei nach außen. Aus diesem Grund habe ich einen besonderen Teil meiner Zeit der politischen Tätigkeit gewidment. Ein wichtiges Instrument dieser Arbeit, ist mein Blog. Ich habe mich darin fortlaufend zu aktuellen Themen geäußert, also auch ein paar spezifische Aufsätze verfasst. Dabei konnte ich in ein paar Fällen (exemplarisch sei hier die Abgrenzung des Plagiatsfall Guttenberg gegen die Piratenbewegung genannt), eine sehr hohe Resonanz erzielen.

Als zweiten bedeutenden Teil dieser Arbeit, sehe ich den Besuch verschiedener Veranstaltung. Einige davon möchte ich kurz beschreiben.

Einer der ersten Termin war die AdACTA Veranstaltung in Luzern. Dort konnte ich, gemeinsam mit Kollegen aus der Schweiz und Österreich, unsere Anliegen vor Teilnehmern der ACTA-Verhandlunsgrunde vortragen. Besonderer Dank hier an unseren ACTA-Koordinator Stephan Urbach.

Auf der Tagung »Besser Online« des DJV habe ich die Piratenpartei auf dem Eröffnungs- und dem Abschlusspodium vertreten. Auch auf dem 6. Bayreuther Forum für Wirtschafts- und Medienrecht zum Thema Jugenschutz in Internet war ich zugegen. Das Thema war aufgrund der Diskussion um die Sendung »Tatort Internet« damals besonders aktuell.

Mein persönliches Highlight dieser Amtszeit, war die Open Mind 2010 auf der ich einen Vortrag über das Themengebiet »Urheberrecht« bzw. darin speziell über Eigentumstheorie gehalten habe. Diesen Vortrag habe ich auch bereits im Vortragsprogramm des LV Bayern gehalten und bin gerne bereit, dies auch an anderer Stelle noch einmal zu wiederholen.

Im Zuge meiner Aufgabe für Internationale Zusammenarbeit ist vielleicht noch die Pirate Con im Tschechischen Usti nad Labem zu erwähnen. Zur PPI-Konferenz schaffte ich es aus terminlichen Gründen leider nicht, aber der Kollege Daniel Flachshaar und unseren internationalen Koordinatoren Thomas Gaul und Gregory Engels haben uns würdig vertreten.

Die Landtagswahlen, die während dieser Amszeit statt fanden, habe ich nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt. Direkte Anfragen für spezifische Events, gab es trotz Angebot leider nicht. Weitere Veranstaltung an denen ich teilnahm, können auf meinem Kalender im Bundesvorstandsportal gefunden werden.

Innerparteiliche Angelegenheiten

Als Stellvertretender Vorsitzender war ich mit zuständig für die Organisation des Bundesvorstands. Neben Einladungen zu Sitzungen habe ich mich besonders bei der Erarbeitung der Geschäftsordnung eingebracht. Als Mitverantwortlicher für Personalangelegenheiten habe ich unter anderem Stellenausschreibungen angefertigt (z.B. Datenschutzbeauftragter, hier ein Dank an die AG Datenschutz) , politische Beauftragte betreut und zwei Arbeitszeugnisse für ehrenamtliche Beauftragte des Bundesvorstands ausgestellt.

Auch war ich gemeinsam mit Wolfgang Dudda für die Mitgliederverwaltung zuständig. Da ich diesen Job nur widerwillig erneut übernommen habe, möchte ich hier Pavel Mayer, Wilm Schumacher und Dominique Schramm danken, die sich um die operative Arbeit gekümmert haben.

Wie immer wurden auch innerparteiliche Streitfragen an mich heran getragen, deren gutes Ergebnis man meist zum Glück nicht sah (Ausnahme ist vielleicht die Konstituierung der Rechtsabteilung). Leider musste ich mich dieses Mal auch sehr viel mit Ordnungsmaßnahmen und Schiedsgerichtskorrespondenz herumschlagen, was weniger schön war.

Ein paar Daten

Während mein inkrementeller Arbeitsbericht leider immer noch viel zu kurz kam, pflegte ich einen öffentlichen Kalender und eine Google Maps Kartensammlung als fortlaufende Tätigkeitsbeschreibung. Die gefahrene Strecke betrug mehr als 12997 km. Diese Zahl ist allerdings nicht vollständig korrekt, da ich teils per Bahn unterwegs war und nicht jede Fahrt eingetragen habe. Mein offizieller Kalender beinhaltet 86 Termine/Tage (inklusive Terminen untergeordneter Verbände, an denen ich teilnahm). Während dieser Amtszeit habe ich weiterhin 2286,04 Euro Reisekosten abgerechnet und gespendet.

Abschließende Worte

Drei Jahre Vorstandstätigkeit in dieser Partei (Eine Amtszeit als Landesvorstand und zwei Amtszeiten als Bundesvorstand) finden mit diesem Bericht ihr vorläufiges Ende. Wie ich in meinem Blog bereits schrieb, gönne ich mir fürs erste eine Auszeit. Es war eine sehr turbulente Amtszeit, mit einem langsamen Start, aber einem soliden Ende.

Allen Leuten die den Bundesvorstand unterstützt haben, haben wir in der letzten Sitzung bereits unseren Dank ausgesprochen. Aus diesem Grund möchte ich nun noch ein paar Leute erwähnen, die mich persönlich in dieser Amtszeit unterstützt haben. Dazu gehört zum einen Benjamin Stöcker, mit dem ich nicht nur viele politische Debatten führte, sondern der mich nach seinem eigenen Ausscheiden aus dem Bundesvorstand als mein Assistent unterstützte. Zum anderen sind da Ralph Hinterleitner, der mir mit seinem Know-How bei den internationalen Piraten zur Seite stand, Maximilian Weißl, der immer ein Bier für mich über hatte, wenns mal länger in die Nacht ging und Stephan Körner, der mit mir Stunden um Stunden im Auto zubrachte um in die letzten Winkel von Deutschland zu fahren. Es war eine tolle Zeit und es kann nur noch besser werden.